Reitstunden

Im Normalfall beginnen bei uns alle Reitstunden mit einem Fußmarsch. Da sich unsere Pferde das ganze Jahr hindurch auf den Koppeln austoben können, steht vor jeder Reitstunde zunächst ein Spaziergang für die späteren Reiter an.

Jeder, der schon einmal einen kleinen Stein im Schuh hatte, weiß, wie unangenehm selbst kurze Wege sein können. Ebenso geht es Pferden, wenn der Sattel auf den ungeputzten Pferderücken gelegt wird oder sich Sand unter dem Zaumzeug befindet. Schnell entstehen dadurch schmerzhafte Druck- und Scheuerstellen. Deshalb werden die Pferde vor der Reitstunde sorgfältig geputzt. Neueinsteigern steht unsere Übungsleiterin dabei hilfreich zur Seite. Anschließend geht es ans Satteln und Auftrensen. Auch hier achtet die Reitlehrerin darauf, dass der Sattel an der richtigen Stelle liegt und hilft unseren Anfängern, sich im Ledergewirr der Trense zurechtzufinden.

Ist das Pferd gesattelt und der Reiter mit Kappe und festen Schuhen ausgestattet, kann es losgehen. Bei Neulingen nimmt die Lehrerin das Pferd zunächst an eine lange Leine – die Longe. Damit führt sie das Pferd auf einem großen Kreis und gibt ihm die Signale zum Vorwärtsgehen und Anhalten. Als Reiter brauchen Sie sich um nichts zu kümmern und können sich ganz auf die Pferdebewegungen und ihr eigenes Gleichgewicht konzentrieren. Vor allem im Trab und Galopp kann das schon eine ganze Menge sein.

Der Muskelkater schaut nur noch selten vorbei und Sie bekommen allmählich das Gefühl, dass Sie sich an ihren wackligen Untersatz gewöhnen könnten? Dann ist der Punkt erreicht, an dem Sie beginnen, die „große Welt“ der Reitbahn zu erobern.

Jetzt kommt einiges auf Sie zu ;-) Ihr Reitlehrer ist zwar noch immer an Ihrer Seite, aber in erster Linie liegt es jetzt an Ihnen, das Pferd in Bewegung zu setzen oder anzuhalten. Und dann ist da ja auch noch diese Sache mit links und rechts. Das kann am Anfang ganz schön kompliziert werden. Doch auch hier gilt – Übung macht den Meister.

Zusätzlich zu den praktischen Reitstunden besuchen unsere Reitschüler einmal im Monat theoretischen Unterricht. Hier lernen Sie die Bewegungsabläufe der Pferde kennen, erfahren, was es mit halben und ganzen Paraden auf sich hat und können all die Fragen stellen, für die im normalen Reitunterricht einfach die Zeit fehlt.

Und wenn Ihr Pferd eines Tages willig auf ein kleines Signal wendet oder genau am vorgesehenen Punkt angaloppiert, obwohl Sie doch eigentlich nur daran gedacht haben – dann entschädigt das für alle Mühen :-)

Wie es weitergeht, liegt bei Ihnen. Ob Sie lieber ins Gelände reiten, in der Bahn Dressuraufgaben üben oder erste Sprünge überwinden – Sie entscheiden!

Möchten Sie Ihre Fortschritte gern vor Publikum zeigen oder sich im Wettbewerb mit anderen Reitern messen? Bei unseren Veranstaltungen und auf Turnieren in der näheren Umgebung können Sie die ersten Schritte in die Öffentlichkeit unternehmen. Hier treten Schul- und Privatpferde gemeinsam an – und unsere Schulis brauchen sich nicht zu verstecken :-)

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