Strolch

Als Strolch 1993 zu uns kam, war er nicht unbedingt ein Anwärter auf einen Platz unter den Lieblingsschulpferden. In den ersten Wochen konnte der Reiter gerade so aufsteigen, die Steigbügel schnappen – und dann half nur noch Beten. War der Reiter zu langsam, um sich in den Steigbügeln festen Halt zu verschaffen, war neben Beten auch noch ein gutes Gleichgewicht erforderlich ;-) Strolch zeigte fantastische Rennpferde-Qualitäten. Was auf einer riesigen Grasbahn ganz nett sein kann, ist allerdings in einer 15x30-Meter-Halle mit sechs anderen Pferden nicht optimal. Dazu kam, dass Strolch im Stall überwiegend damit beschäftigt war, Menschen in Reichweite von seiner Zahn- und Hufqualität zu überzeugen.

Aber all das sollte sich ändern.

 

Nach und nach gewöhnte sich Strolch an seine neue Heimat und seinen Job. Durch reichlich Auslauf wurde er im Stall und unter dem Sattel ausgeglichener. Statt kopflos durch die Halle zu rasen, trug er Anfänger durch die Longenstunden, entdeckte seine Begeisterung für’s Springen und brachte seine Reiter von Ausritten sicher wieder nach Hause.

Seine Fangemeinde unter den Reitschülern war groß. Strolch war begehrter Partner bei Hausturnieren und Reitertagen und für jeden Spaß zu haben.

Und dann kam der Tag, von dem wohl jedes Schulpferd träumt. Strolch’s langjährige Reitbeteiligung nahm ihn mit nach Hause. Jetzt bummelt Strolch gemütlich durch’s Gelände, lässt sich von seiner Familie verwöhnen und genießt seinen Lebensabend gemütlich in Gesellschaft zweier charmanter Haflingerdamen.

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